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Die Reise selbst. Es handelt sich um eine Art von Mental- bzw. Astralwanderung. Die Erfahrung ist, wenn sie gemeistert ist, vergleichbar mit den OOBE - Erfahrungen völliger Abspaltungen. Es ist wichtig, ein Thema zu besitzen, welches auf der Reise bearbeitet werden soll. Reise niemals ohne klar formuliertes Thema. Es ist ein Unterschied, ob ich formuliere: "Ich will mein Krafttier suchen" oder "Ich will mein Krafttier finden". Denke darüber einmal nach. Sprache ist sehr präzise. Suche dir einen Platz in der Natur, der dir gut gefällt und präge ihn dir ein. Der Platz muߟ nicht notwendigerweise real existieren. Stelle ihn dir im Geiste vor und versuche ihn mit all deinen Sinnen wahrzunehmen. Je intensiver die Wahrnehmung ist, desto mehr bist du an diesem Ort präsent. Suche nun eine Möglichkeit nach oben oder unten zu gelangen. Es ist deiner Phantasie keine Grenzen gesetzt. Der Tunnel (oder was auch immer) wird irgendwann einmal enden. Es könnte sein, dass Hindernisse deinen Weg behindern. Versuche sie zu erkennen und zu umgehen. Wenn es gar nicht klappen will, einfach einen neuen Eingang finden. Der Ausgang des Weges, den du gewählt hast, befindet sich entweder in der schamanischen Ober- oder Unterwelt, oder einfach in der Anderswelt (wenn du die nachfolgende Technik gebrauchst). Wenn du aus deiner Reise zurückkehrst, gehst du einfach den Weg in die andere Richtung und kommst an deinem Platz heraus. Kehre immer zurück, Übereile diesen Schritt nicht. Denn es ist ein Teil deiner Seele auf Wanderschaft, und es ist einfach besser, vollständig aus deiner Reise wieder herauszukommen. Die schamanische Reise ist eng verwandt mit dem luziden Traum und dem Träumen im allgemeinen. Folgende Beobachtung ist in diesem Zusammenhang bemerkenswert: Je intensiver die schamanische Reise trainiert wird, desto seltener wird es in der Nacht Nichtluzide Traumereignisse geben. In Phasen starker schamanischer Aktivität nehmen die Präluziden Träume in der Häufigkeit ab, während die Luzidträume in etwa gleich häufig sind. Generell nimmt die Anzahl der luziden Träume zu, je länger und je intensiver schamanisch gearbeitet wird. Diese Beobachtung lŸäßt den Schluߟ zu, das Traumkörper und schamanischer "Reisekörper" identisch, oder doch von großer Ąhnlichkeit sind.

Die schamanische Wirklichkeit wird in fast allen Kulturen in Ober-, Mittel- und Unterwelt unterteilt. Diese Dreiteilung ist sogar im Christentum überliefert, dort jedoch mit einem moralischen Unterton. In vielen Kulturen werden diese Welten durch einen Baum als vertikale Achse miteinander verbunden. Das Erklettern des Lebensbaumes wird oft als Mut- und Kraftprobe gesehen. In einigen Gegenden Zentraleuropas wird dieser Brauch noch heute gepflegt. Dabei kommt erschwerend hinzu, daߟ der Maibaum (um den dreht es sich hier) noch mit Fett eingerieben wird. In schamanischen Kulturen erklettert der Schamane den Baum, um damit symbolisch seine Fähigkeit zu zeigen, zu den verschiedenen Welten reisen zu können.

Die Reise selbst. Es handelt sich um eine Art von Mental- bzw. Astralwanderung. Die Erfahrung ist, wenn sie gemeistert ist, vergleichbar mit den OOBE - Erfahrungen völliger Abspaltungen. Es ist wichtig, ein Thema zu besitzen, welches auf der Reise bearbeitet werden soll. Reise niemals ohne klar formuliertes Thema. Es ist ein Unterschied, ob ich formuliere: "Ich will mein Krafttier suchen" oder "Ich will mein Krafttier finden". Denke darüber einmal nach. Sprache ist sehr präzise. Suche dir einen Platz in der Natur, der dir gut gefällt und präge ihn dir ein. Der Platz muߟ nicht notwendigerweise real existieren. Stelle ihn dir im Geiste vor und versuche ihn mit all deinen Sinnen wahrzunehmen. Je intensiver die Wahrnehmung ist, desto mehr bist du an diesem Ort präsent. Suche nun eine Möglichkeit nach oben oder unten zu gelangen. Es ist deiner Phantasie keine Grenzen gesetzt. Der Tunnel (oder was auch immer) wird irgendwann einmal enden. Es könnte sein, dass Hindernisse deinen Weg behindern. Versuche sie zu erkennen und zu umgehen. Wenn es gar nicht klappen will, einfach einen neuen Eingang finden. Der Ausgang des Weges, den du gewählt hast, befindet sich entweder in der schamanischen Ober- oder Unterwelt, oder einfach in der Anderswelt (wenn du die nachfolgende Technik gebrauchst). Wenn du aus deiner Reise zurückkehrst, gehst du einfach den Weg in die andere Richtung und kommst an deinem Platz heraus. Kehre immer zurück, Übereile diesen Schritt nicht. Denn es ist ein Teil deiner Seele auf Wanderschaft, und es ist einfach besser, vollständig aus deiner Reise wieder herauszukommen. Die schamanische Reise ist eng verwandt mit dem luziden Traum und dem Träumen im allgemeinen. Folgende Beobachtung ist in diesem Zusammenhang bemerkenswert: Je intensiver die schamanische Reise trainiert wird, desto seltener wird es in der Nacht Nichtluzide Traumereignisse geben. In Phasen starker schamanischer Aktivität nehmen die Präluziden Träume in der Häufigkeit ab, während die Luzidträume in etwa gleich häufig sind. Generell nimmt die Anzahl der luziden Träume zu, je länger und je intensiver schamanisch gearbeitet wird. Diese Beobachtung lŸäßt den Schluߟ zu, das Traumkörper und schamanischer "Reisekörper" identisch, oder doch von großer Ąhnlichkeit sind.

Die schamanische Wirklichkeit wird in fast allen Kulturen in Ober-, Mittel- und Unterwelt unterteilt. Diese Dreiteilung ist sogar im Christentum überliefert, dort jedoch mit einem moralischen Unterton. In vielen Kulturen werden diese Welten durch einen Baum als vertikale Achse miteinander verbunden. Das Erklettern des Lebensbaumes wird oft als Mut- und Kraftprobe gesehen. In einigen Gegenden Zentraleuropas wird dieser Brauch noch heute gepflegt. Dabei kommt erschwerend hinzu, daߟ der Maibaum (um den dreht es sich hier) noch mit Fett eingerieben wird. In schamanischen Kulturen erklettert der Schamane den Baum, um damit symbolisch seine Fähigkeit zu zeigen, zu den verschiedenen Welten reisen zu können.

Der Ausdruck Schamanismus stammt aus dem Tungusischen und meint eine Person (Mann oder Frau), die absichtsvoll veränderte Bewusstseinszustände aufsucht, um "Reisen"€ in andere Wirklichkeiten zu unternehmen. Ihre Absicht ist dabei, ihrer Gemeinschaft zu helfen. Auf diesen Reisen erkundet der Schamane das, was der Anthropologe Carlos Castaneda "€žnicht alltägliche Wirklichkeit"€ nennt.

Laut traditioneller schamanischer Kosmologie gibt es zwei Hauptbereiche, die Obere und die Untere Welt.
Bei seiner Reise in die Untere Welt visualisiert oder fählt der Schamane, wie er durch einen langen Tunnel in die Erde geht; sein Ausgangspunkt ist häufig ein Mausloch, ein hohler Baumstamm, eine Höhle, eine Quelle oder ein Teich. Bei der Reise in die Obere Welt sieht er sich in den Himmel fliegen entweder mit einem Sprung von der Baumkrone oder einem Berggipfel, oder er steigt mit Flammen und Rauch in die Höhe.

Auch wenn Nichtschamanen gelegentlich spontan in die nicht alltägliche Wirklichkeit geraten, z. B. im Traum, so besteht das Wesen des Schamanen doch darin, dass dieser absichtsvoll, d. h. willentlich auf schamanische Reisen geht, um wichtiges Wissen in die Alltagswirklichkeit zu bringen: Etwa von seinen spirituellen Lehrern oder anderen Verbündeten (Helfern, Hilfsgeistern), die in verborgenen Wirklichkeiten zu finden sind.

Segnung des Ortes mit dem heiligen Löffel: Milch für die Geister

Auf ihren Reisen können Schamanen etwa Hinweise bekommen, wie sie Krankheiten erkennen und Kranken helfen können. Sie suchen und finden verloren gegangene Gegenstände, suchen Lebensnotwendiges für ihren Stamm, etwa Nahrungsressourcen; sie kommunizieren mit den Seelen Verstorbener, z.B. um jüngst Gestorbene auf einen "€žguten Platz im Jenseits"€ zu bringen. Da aber Krankheit in der Alltagswirklichkeit sehr häufig ist, ist einer der wichtigsten Aufgaben­komplexe des Schamanen das Heilen.

Für den vom Schamanen für die schamanische Reise erreichten veränderten Bewusstseins-zustand hat sich der Ausdruck "€žschamanischer Bewusstseinszustand"€ eingebürgert.

(Nach Michael Harner 1980, 1986, 1991, 1998).